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Unsere Mission

OSIRIS entwickelt ein modulares orbitales System zur Erfassung und Bergung von Weltraummüll in LEO. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein innovativer Roboterarm mit einem Greifer, der Trümmer im Zustand des Taumelns — unkontrollierte freie Rotation — ohne Fangnetze erfassen kann, indem er die rotatorische kinetische Energie aktiv abbaut und mehrere aufeinanderfolgende Erfassungen ermöglicht. Ein neuartiger technischer Ansatz, der dort arbeiten soll, wo herkömmliche Systeme versagen.

Warum Weltraummüll?

Über 8.000 Tonnen umlaufende Masse, 140 Millionen Fragmente, immer stärker überfüllte Orbits: Weltraummüll ist kein zukünftiges Problem, sondern eine aktuelle Krise. OSIRIS begegnet dieser Herausforderung mit einem alternativen Paradigma zum Deorbiting — Bergung, Konsolidierung und Verlagerung — und verwandelt eine Bedrohung der orbitalen Sicherheit in eine Ressource für die Weltraumökonomie des nächsten Jahrzehnts.

Warum der Mond?

Der Mond ist das natürliche Ziel einer zirkulären Weltraumökonomie: keine Atmosphäre, geringe Schwerkraft und strategische Lage machen ihn zum idealen logistischen Knotenpunkt für die Lagerung und Verarbeitung von aus dem Erdorbit geborgenen Materialien. Die Umlenkung von Trümmern in den cislunaren Raum bedeutet, erhebliche Massen dem atmosphärischen Wiedereintrittszyklus zu entziehen und strukturelle Rohstoffe — Aluminium, Titan, bereits für den Weltraum qualifizierte Komponenten — für zukünftige Oberflächeninfrastrukturen und Missionen in den tiefen Weltraum bereitzustellen.

Mission Pillars

Mission Architecture

Missionsarchitektur

Das OSIRIS-System basiert auf einer modularen Architektur, die die drei Kernphasen - Sammlung, Konsolidierung und Transport - voneinander entkoppelt, die logistische Effizienz maximiert und die Abhängigkeit von Erdstarts reduziert. Im Zentrum steht ein Orbital-Hub, der auf einer Umlaufbahn positioniert wird, die so gewählt ist, dass sie den Zugang zum Trümmerfeld, das Manöverbudget der operativen Einheiten und die Kompatibilität mit cislunaren Transferbahnen ausbalanciert. Von diesem Hub aus führen die Tochterstationen mehrere Rendezvous-Kampagnen in optimierter Reihenfolge aus und kehren regelmäßig zum zentralen Knoten zurück, um das geborgene Material abzuliefern. Sobald eine kritische Schwelle konsolidierter Masse erreicht ist, führt ein von der Erde gestartetes Fahrzeug das Rendezvous mit dem Hub durch, um die Nutzlast in die cislunare Umlaufbahn zu übertragen, wo das Material für In-situ-Operationen zur Unterstützung künftiger Mondinfrastruktur verfügbar sein wird. Dieses Schema trennt die Sammel- und Transportphasen klar voneinander und ermöglicht eine skalierbare Raumlogistik, die auf Wiederverwendung von Ressourcen ausgerichtet ist.

OSIRIS Hub

OSIRIS Hub

Der Hub ist der permanente Knotenpunkt der OSIRIS-Architektur: Er lagert geborgenes Material in sicheren Speicherkonfigurationen, verwaltet die Andockschnittstellen zu den Tochterstationen und koordiniert die Kommunikation mit Bodensegmenten und Transportvehikeln. Seine Station-Keeping-Umlaufbahn wird durch eine Mehrzieloptimierung über zugängliche Trümmerdichte, Sichtbarkeit von Bodenstationen und Kompatibilität mit cislunaren Transferfenstern ausgewählt und bleibt im Laufe der Zeit anpassbar, wenn sich das Zielgebiet verändert. Die Tochterstationen sind die operativen Einheiten des Systems: autonome Interzeptionsplattformen, optimiert für hochpräzise Nahbereichsnavigation und treibstoffeffiziente Manöver. Sie arbeiten dynamisch mit dem Hub zusammen, der die Interzeptionsbahnen über einen Optimierungsalgorithmus plant, der die pro Delta-v-Einheit erreichbaren Ziele maximiert und serielle Multi-Trümmer-Kampagnen innerhalb eines einzelnen Missionszyklus ermöglicht.

APEX 1.0 Robotic Arm

APEX 1.0

Das hier in seiner CAD-Konfiguration sichtbare Modell APX 1.0 ist die erste Stufe eines inkrementellen Entwicklungswegs: eine intern realisierte Plattform, um strukturelle, kinematische und regelungstechnische Kompetenzen beim Bau von Weltraum-Roboterarmen aufzubauen. Es ist nicht das Flugsystem, sondern die technische Grundlage, auf der der operative Prototyp entwickelt wird, der für den Zeitraum 2027-2028 vorgesehen ist. Das endgültige System führt einen innovativen Greifer ein, der Trümmer im Taumelzustand erfassen kann, ohne Fangnetze zu verwenden - die jeden Zyklus auf ein einzelnes Ziel beschränken - und dabei die rotatorische kinetische Energie aktiv abbaut, ohne impulsive Lasten auf die Armstruktur zu übertragen. Dieser Ansatz ermöglicht mehrere Erfassungen pro Zyklus und macht die Tochterstationen zu hochdichten operativen Sammelsystemen.